Risikopatienten und Krankenkasse

In der Podologie behandeln wir sowohl gesunde Personen mit beschwerdefreien Füssen, wie auch Personen die zur Risikogruppe gehören und somit ein erhöhtes Infektions- oder Komplikationsrisiko für die Füsse haben. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle Personen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind. 
Die im Volksmund als "Zuckerkrankheit" betitelte Stoffwechselstörung bewirkt, dass nebst Augen und Nieren besonders auch die Füsse in Mittleidenschaft gezogen werden. Der erhöhte Zuckerspiegel in der Blutbahn kann Ablagerungen in den kleinsten Blutgefässen hervorrufen. Dort wo die Gefässe am weitesten vom Herzen entfernt sind, werden sie bekanntlich auch am schlechtesten durchblutet; in den Füssen!
Dies kann dort zur Folge haben, dass Rezeptoren in der Haut welche Temperatur und Berührungen wahrnehmen, verkümmern; es entwickelt sich schleichend eine Gefühlsstörung (Neuropathie). Personen die eine derart fortgeschrittene Diabetes mellitus Erkrankung aufweisen, sollten sich nicht mehr selber die Füsse behandeln, da kleine Verletzungen, Druckstellen oder gar Entzündungen nicht wahrgenommen werden könnten. Die Folge können infektiöse und/oder chronische Wunden sein, die aufgrund der verzögerten Wundheilung böse enden können. 
Wir als ausgebildete Fachpersonen für Podologie wissen, wie wir mit solchen Füssen umgehen müssen, wir arbeiten interdisziplinär mit Orthopäden, Ernährungsberaterinnen und natürlich auch den entsprechenden Ärzten zusammen und verweisen bei Bedarf den Patienten zur entsprechenden Fachperson. 

Weiter bezeichnen wir auch Personen mit folgenden Erkrankungen oder Umständen als risikohaft:

  • Blutverdünner / Anticoagulantien
  • PAVK - periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • vernöse Insuffizienz
  • Chemotherapie
  • Polyarthiritis
  • Polyneuropathien
  • weitere Erkrankungen wie Parkinson, geistige Unzurechnungsfähigkeit, Spastik
  • und weitere Erkrankungen und/oder Einschränkungen in der Mobilität, Empfindungsvermögen oder Mitteilungsfähigkeit


Krankenkasse

Zur Zeit werden von diversen Krankenkassen Behandlungen an Diabetikern über die Zusatzversicherung vergütet. Zum Teil komplett und zum Teil nur anteilig - das hängt von der entsprechenden Kasse ab. Die Behandlungen bei uns werden direkt nach der Behandlung bezahlt und die Quittung kann eingesendet werden. Wir bieten Ihnen auch gerne an, am Jahresende eine Komplettübersicht am PC zu erstellen, welche dann alle Termine des Kalenderjahres aufzeigt. 
Nach der Vernehmlassung des neuen KVG Gesetzes im Sommer 2021 wurde nun der Bundesratsbeschluss bekannt: Neu ab 2022 gelten altrechtliche Podologen und Podologinnen SPV, wie auch die neuen Podologen und Podologinnen HF als Leistungserbringer für Podologie. Die genauen Vorgaben für Leistungserbringer und Patienten sind noch nicht bekannt. Sobald wir mehr erfahren, werden wir unsere Kunden und Patienten informieren.